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Vogelsang Elektromotoren übernimmt Instandsetzung einer Drei-Motoren-Anlage bei Gelsenwasser

Im Rahmen der Wartung einer Notstromanlage der Firma Gelsenwasser hatte die Firma Vogelsang Elektromotoren GmbH schon im vergangenen Jahr zusammen mit der Hamburger Schwester Vogelsang+Abe an zwei Maschinen sowohl den Dieselmotor als auch den Generator der Anlage überprüft und gemäß Wartungsintervall überholt, wobei die Dieselmotoren vor Ort fast komplett zerlegt worden waren. Aktuell wurde das Bochumer Unternehmen damit beauftragt, auch die dritte Anlage zu überarbeiten. Bei den ersten Generatoren waren Neuwicklungen nötig.

Bei der Anlage handelte es sich um eine Drei-Motoren-Anlage mit zwei Dieselmotoren des Herstellers Deutz/S.E.M.T mit jeweils 2.940 kW, 12 Zylindern, einem Zylinderdurchmesser von 280 mm und einem Hub von 290 mm, die jeweils an einen Generator des Fabrikats Reliance mit einer Leistung von 3500 kVA bei 1000 1/min und 5000 V gekoppelt sind. Der dritte Motor des Hersteller Deutz MWM hat eine Leistung von 2950 kW und 16 Zylinder bei einem Hub von 280 mm.

Obwohl die ersten beiden Maschinen aus dem Baujahr 1979 stammen, haben sie wegen der Verwendung als Notstromaggregat eine Laufzeit von nur 4.200 Betriebsstunden. Der Umfang der Revision des gesamten Aggregats reichte von Betriebszustandsmessungen vor der Demontage mittels Schwingungsmessung  über die Überholung der Einzelkomponenten bis hin zur Wiederinbetriebnahme und Optimierung des Betriebsverhaltens. Der dritte Motor stammt aus dem Baujahr 1998 und hat bisher etwa 460 Betriebsstunden, auch dieser wurde einer kompletten Revision unterzogen.

Inspektion des Generators mittels Teilentladungsmessung vor Ort

Zur Inspektion der Generatoren wurden unter anderem die Läufer und Ständer elektrisch vermessen sowie der Wellenstumpf und die Lagersitze mechanisch kontrolliert. Mit Hilfe der Teilentladungsmessung wurde der Zustand der Ständerwicklung untersucht und in Ergänzung eine Tan Delta-Prüfung durchgeführt.
Das Ergebnis: die älteren Generatoren mussten neu gewickelt werden. Dank der hohen Fertigungstiefe sowie der flexiblen Struktur der Vogelsang Elektromotoren GmbH war auch bei diesem Gewerk eine schnelle und unkomplizierte Abwicklung gewährleistet.

Am dritten Motor, bei dem keine Neuwicklung nötig war, haben die Fachleute bei Vor-Ort-Arbeiten in Haltern am See die De- und Remontage der Zylinderdeckel, Laufbuchse, Kolben beziehungsweise Pleuelstangen, des Turboladers, der Ladeluftkühler , Einspritzpumpen und Einspritzventile sowie der Drehzahlregler vorgenommen. Das Hauptlager sowie die Kurbel- und Nockenwelle und der Rädertrieb wurden auf Verschleiß geprüft. In der Hamburger Werkstatt wurden die Reinigung und Inspektion sowie die Instandsetzung der Zylinderdecken, der Laufbuchsen und Pleuelstangen übernommen.

Die langjährige Erfahrung im Zusammenspiel mit dem hervorragenden Lieferantennetzwerk ermöglichten Vogelsang+Abe, alle Ersatzteile mit sehr kurzen Reaktionszeiten auch bei im Laufe der Instandsetzung auftretenden ungeplanten Reparaturumfängen zu liefern. So konnte bereits nach einer gesamten Reparaturzeit von knapp 4 Wochen die Anlage zur Inbetriebnahme übergeben und im Betriebsverhalten optimiert werden. Da zwei Mitarbeiter der Gelsenwasser AG im Bereich der Montage mit den Bochumer Fachleuten zusammenarbeiten konnten, konnte das Unternehmen in der Kooperation eine spürbare Kostenersparnis realisieren.