Revision von Leverkusener Hochwasserpumpen bei Vogelsang Elektromotoren in Bochum
Umfangreiches Maßnahmenbündel war europaweit ausgeschrieben
lm Rahmen der Hochwasser -Schutzmaßnahmen im Leverkusener Stadtteil Hitdorf hat der Bochumer Instandhaltungsspezialist Vogelsang Elektromotoren die Revision der beiden fast 30 Jahre alten, jeweils 16 Tonnen schweren und 14 Meter langen Hochwasserpumpen im Pumpwerk Hitdorf übernommen. Die Maßnahme war in einem europaweiten, offenen Verfahren ausgeschrieben worden.
Die beiden „Kolosse“ bewahren die Anwohner in Leverkusen Hitdorf im Falle eines Rhein-Hochwassers oder wenn die Kapazitäten des Regenüberlaufbecken nach schweren Starkregenereignissen erschöpft sind, vor Überschwemmungen und pumpen das Wasser in den Rhein. Nun sollen die Pumpen im Rahmen des kommunalen Hochwasserschutzes nacheinander einer grundsätzlichen Revision unterzogen werden.
Das mit diesen zwei Hochwasserpumpen ausgestattete Pumpewerk ist so konzipiert, dass stets eine Pumpe als Reserve dient. Mitte März begannen nun die Mitarbeiter der Vogelsang Elektromotoren GmbH mit den Ausbau der ersten Hochwasserpumpe. Für die Verladung der Pumpe kam ein 120 Tonnen Kran zum Einsatz. Bei der Revision in Bochum, die voraussichtlich ein halbes Jahr dauern wird, nehmen die Instandhaltungsspezialisten die Pumpe – bestehend aus Motor, Vorstellgetriebe und Pumpenteil - komplett auseinander, begutachten und reinigen sie.
Insgesamt werden dreißig Einzelpositionen aufgearbeitet. Im August / September wird die Pumpe dann nach einem erfolgreich abgenommenen Probelauf in Bochum nach Hitdorf zurückkehren.
Dann wird die zweite Pumpe ausgebaut und derselben Prozedur unterzogen. Sie wird voraussichtlich im März des kommenden Jahres nach Hitdorf zurückgebracht.
Die Maßnahmen sind aus technischen Gründen absolut unerlässlich, denn, so erläutert der Vorstand der Technischen Betriebe Leverkusen, TBL, Reinhard Gerlich „Verschleiß bedeutet Leistungsverlust und dem wollen wir vorbeugen."
Die Funktion der Hochwasserpumpen erläutert Gerlich so: „lm Normalbetrieb, bei so genannten Starkregenereignissen, fördern sie das grob gereinigte Mischwasser über den Ableitungskanal in den Rhein. lm Hochwasserfall, wenn der Kölner Pegel bei fünf Metern liegt, fördert eine der beiden Hochwasserpumpen als Grundlastpumpe mit ihrer Leistung das Wasser in den Rhein. Die zweite dient dann in erster Linie als Ersatz.“
Die volle Leistung beider Pumpen wird nötig, wenn der Pegelstand bei neun Metern liegt und gleichzeitig ein Starkregenereignis größere Wassermengen anspült.
Sollte dieser Fall im Verlaufe der Revision eintreten, werden die TBL mobile Pumpen einsetzen.


